Irgendwann war ich völlig erschöpft aber gleichzeitig total aufgedreht. Die Musik und die Stimmung haben uns total aufgeheizt.
Nach der Show standen wir also etwas planlos herum und überlegten, was wir nun tun. Eigentlich dachte ich sehnsuchtsvoll an mein Bett – aber da war ja noch Reto.
Reto - riecht so gut, trotz exzesivem Tanz, trotz Regen und Sekt. Wunderbares Gefühl. „Wohnst Du weit von hier?“ hat er in mein Ohr geflüstert.
„Ja, schon einige Kilometer, in der nächsten Stadt.“ In dem Moment bemerke ich, dass ich überhaupt keine Lust habe, ihn mit zu mir zu nehmen. Hoffentlich denkt er das nicht.
Ich habe ihm versucht klar zu machen, dass ich gern mit ihm den Abend und die Nacht verbringe, aber nicht in meinem Bett.
Er hat es dann auch eingesehen, hatte es ja auch viel einfacher zum Hotel in der Nähe zu kommen.
Irgendwann in der Frühe bin ich dann mit Sylvie nach Hause gefahren, mit der Bahn. Hundemüde und völlig kaputt.
Die Pillen, die mir einige Jungs angeboten haben, hab ich dann doch abgelehnt.
Was für eine Nacht – und Reto hat mir seine Telefonnummer gegeben. Mal sehen, ob ich irgendwann anrufe.