Ruhrpott-Bambi

Oktober 16, 2008

Verdrehte Wahrnehmung

Filed under: Nachdenkliches — Beatrix Gutmann @ 9:14 am
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Es gibt Menschen, die werfen Dir Ihr eigenes verkorkste Leben vor die Füße und behaupten, es wäre Deins.

Ich kann manchmal nicht glauben,  mit welchem Selbstbewusstsein manche arme Wurst behauptet, dass die anderen immer die schlechten sind und man selbst ja nun überhaupt nichts dazu könne.

Gibt es nicht genügend Therapeuten?

Psychos: Bleibt mir vom Leib!

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Oktober 14, 2008

Eine blaue Jacke hat er schon!

Filed under: Lustiges — Beatrix Gutmann @ 3:49 pm
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Neulich im Einkaufszentrum: Ziemlich voll war es, viele Paare und Frauen, die auf Beutezug waren. Schließlich gab es doch überall dicke Prozente, Rabatte und Schnäppchen! Da spart man sich reich.

Schatz und ich stöberten in der Herrenabteilung herum, weil er noch ein neues Hemd brauchte. Interessanterweise sind fast nur Paare in der Herrenabteilung.

Ein älteres Paar stand an einem Ständer mit Herrenjacken.

Wir wurden Zeuge folgenden Gespräches:

Sie: „Schau schon mal die Jacken durch!“

Er: „Für wen?“

Sie: „Ja, für Dich!“

Er: „Ich brauche keine Jacke!“ und verweigert demonstrativ die Durchsicht der Jacken.

Einige Minuten später kehren wir an den Jackenständer zurück. Inzwischen wühlt „Sie“ in den Jacken herum. Unterstützt von einer Verkäuferin.

Verkäuferin „Wie finden Sie diese Jacke?“ und schaut zuerst die Frau, dann schnell den Gatten an.

Der steht da, als ginge es ihn nichts an, irgendwie wie ein stummes Kind!

Sie: „Eine blaue Jacke hat er schon…:“
Schatz und ich haben die Abteilung prustend verlassen.

Warum neigen Frauen dazu, über den Kopf der Männer hinweg, die Kleidung zu bestimmen? Ich gebe zu, ich versuche es auch schon mal…. Schäm..

Kurz vor der Rezession

Filed under: Leiden — Beatrix Gutmann @ 10:03 am
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Die Wirtschaft befindet sich weltweit im Abschwung. So verkünden sämtliche Nachrichtenredaktionen. Wachstum im nächsten Jahr nur 0,2 %.

Wo ist denn der Optimismus des vergangenen Jahres hin? Manchmal ist mir das alles zu hoch und ich glaube, wenn nicht bald mal ein wenig Stabilität in die Märkte kommt, wird da böse enden.

Die Menschen sind aufgebracht und aggressiv. Nicht nur in Deutschland. Da muss nur mal wieder einer daher kommen und in mitreissenden Reden, Riesenversprechungen machen.

Gott bewahre..

Oktober 8, 2008

Fantastische Madonna, fantastischer Song

Filed under: Impressionen — Beatrix Gutmann @ 7:37 pm

Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt 30 Grad!

Filed under: Bürogespräche,Uncategorized — Beatrix Gutmann @ 7:09 pm

Wer blickt denn da noch durch: Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt 30 %. Was soll mir diese Information sagen? Dass es zu 30 % regnet? Auf 24 Stunden gerechnet? Nur am Tag? Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang? Oder betrifft es die Regenmenge? Die Regenheftigkeit? Die Tropfendicke beträgt heute 30 %?

VON was? Was sind denn 100%? Muss ich nun einen Schirm mitnehmen oder nicht?
Wer weiß schon, was das bedeutet? Ich wette, keiner von Euch! Oder?

Und was bedeutet: 18 Grad am Tag, gefühlte 20 Grad? Wer fühlt das? Tante Trulla in den Wechseljahren? Der 17-jährige Pubertierende? Die ewig frierende Bulimistin? Der dicke Otto?
Und wo fühlt er das? Mit dem Hintern auf der Heizung? Oder in der windgeschützten Ecke?

Ich hasse Wetterbericht!

Oktober 6, 2008

Als wenn Dir ein Backenzahn fehlt..

Filed under: Nachdenkliches — Beatrix Gutmann @ 1:49 pm
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Immer mal wieder kommt es im Leben vor, dass einem Menschen „abhanden“ kommen. Sei es aus einem Streit heraus, oder weil man sich einfach aus den Augen verliert.

Mancher Verlust ist wenig spektakulär und hinterlässt keinerlei Spuren, bei anderen ist es eher schmerzhaft.
Jeder hat ja seine bevorzugte Kauseite und wenn ausgerechnet der Backenzahn schmerzt, tut es doppelt weh. Erst fängt es mit geringen Schmerzen an, dann wird gebohrt, gefüllt und geschliffen.
Wer Pech hat, dem wird der Zahn gezogen, auch das ist nicht angenehm.

Was bleibt ist ein Loch, weich und ungewohnt, blutig und matschig. Immer wieder bohrt man seine Zunge rein, aber der Zahn ist und bleibt verschwunden.
Aus alter Gewohnheit versucht man die Nahrung auf der Lieblingsseite zu zerkauen – geht nicht mehr.

Nach einer Zeit verheilt die Wunde, es blutet nicht mehr, eine Mulde bleibt, zum Andenken an den verlorenen Zahn.

Eine Prothese könnte Abhilfe schaffen, zumindest technisch. Es wird jedoch nie wieder so wie vorher.

Oktober 2, 2008

Plakatieren STRENGSTENS verboten

Filed under: Impressionen — Beatrix Gutmann @ 7:27 am
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Dieses Schild sah ich neulich an einer Fensterscheibe,

Wie ist das Strafmass bei:

Plakatieren verboten
Plakatieren streng verboten
Plakatieren strengstens verboten?

Geht da noch was drüber?
Plakatieren bei TODESSTRAFE verboten!

Oktober 1, 2008

Baby, es gibt Reis

Filed under: Alltag — Beatrix Gutmann @ 9:13 am
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In der City Nord gibt es zahlreiche Läden arabischer Art, die allerlei verkaufen.

Die Fensterscheibe ist mit arabischer Schrift verklebt, ich kann das natürlich nicht lesen, jedoch wurde auch in deutscher Sprache auf das vielseitige Sortiment hingewiesen:

  • CDs
  • DVDs
  • Porzellan
  • Besteck

Hinter der Glasscheibe stapeln sich jedoch säckeweise REIS. Wenn ich Reis kaufe, kaufe ich ein Paket, dass ca. 1 kg wiegt. Eine so genannte Haushaltsgröße.

In besagtem Sammelsurium-Laden (CDS, DVDs, Porzellan, Besteck, Reis fehlt) gibt es Reis in Größen von schätzungsweise 40 KG-Säcken. Vielleicht lässt sich Haushaltsgröße unterschiedlich definieren und die Säcke finden Absatz.

Jetzt stelle man sich einmal vor, ein Kunde will Reis kaufen. Wie transportiert er den Sack ab?

Sackkarre heißt hier die Lösung!

Überhaupt sind die Lebensmittel in den Shops gerne überdimensioniert.
Der Thunfisch in der handlichen 15 KG Dose passt mit auf die Sackkarre, ebenso die 5-Liter-Kanister Wasser.
Der Abtransport wäre also erst einmal geklärt. Wie geht man aber im Haushalt mit diesen Mengen um? Vorratshaltung schön und gut, aber den Platz muss man erst einmal haben.

Eine Vorratskammer reicht nicht aus, da müssen Vorratshäuser her, in denen der Sack Reis neben den Säcken Bohnen, Linsen und Currypulver stehen!

Angenommen man kocht ein Reisgericht, sagen wir für 16 Personen, also das übliches Mittagessen einer arabischen Kleinfamilie. Man schneidet den Sack und entnimmt 2 KG mit einer Schaufel, der Reis wird dann in Töpfen gekocht, die ein Fassungsvermögen von 80 Litern haben.

Wie lange braucht die Familie bis der Sack leer ist, wenn sich die Zahl der essenden Familienmitglieder täglich ändert?

Eine spanisches Volksfest kann mit derartigen Mengen bekocht werden.
Man erinnere sich an die Riesen-Paella-Pfannen aus der Werbung.

Während in Villa Riba schon gekotzt wird, wird in Villa Bacho noch gefressen!

September 30, 2008

WIR rauchen nicht mehr..

Filed under: Lustiges — Beatrix Gutmann @ 12:13 pm
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Kürzlich traf ich ein befreundetes Pärchen wieder, das ich seit einigen Monaten nicht gesehen hatte. Beide waren starke Raucher, jedenfalls noch im letzten Jahr. Eine Zigarette nach der andere wanderte zwischen ihren Zähne.
Anfang des Jahres traf ich die beiden, nennen wir sie Heinz und Inge, auf einer Veranstaltung wieder – heftig Kaugummi kauend, synchron.
„WIR rauchen nicht mehr“ verkündeten sie stolz. Ich fand das im höchsten Maße erstaunlich, wo sie doch ausgesprochene „Gerneraucher“ waren.
Der Grund: Zu teuer, zu ungesund und überhaupt – verächtlich! Raucher sind schliesslich schwach und willenlos und so wollen sie nicht dastehen.

„WIR treiben jetzt Sport!“ sagt sie inbrünstig. Vor meinem geistigen Auge sehe ich das Pärchen hustend und keuchend im Partnerlook nach 100 Metern zusammenbrechen.
Nein, ganz falsch! ER geht schwimmen – war er doch in seiner Jugend Schwimmweltmeister und der begehrteste Junggeselle des Landes mit diesen einmalig breiten Schultern. Heute ist sein Bauch überdimensioniert, seine Finger gelb, ebenso seine Zähne. Die angeblich breiten Schultern gehen in der allgemeinen Breite seines Corpus unter.

SIE geht mit einer Freundin ins Fitnessstudio. Aufs Laufband. Auch hier kommt mir meine Vorstellungskraft zuvor.
Beide quatschend auf dem Laufband – im Schritttempo von ca. 4 km/h – bergab versteht sich. War doch sonst nicht der Leitspruch: „Sport ist Mord?“
Ich schelte mich selbst, weil ich so gemein bin und sollte mich doch über die neu erworbene Motivation von Heinz und Inge freuen.
Brav habe ich gratuliert und ihnen viel Glück bei ihrem Vorhaben gewünscht, Kraft durch Freude und viele erfolgreiche Jahre.

Heinz und Inge traf ich neulich. Rauchend standen sie auf dem Marktplatz. Wir begrüßten uns und ich fragte vorsichtig: „Raucht ihr wieder?“

„Dieses scheiß Rauchverbot“! wetterte Heinz, „ständige Entmündigung, das lass ich mir nicht bieten!“

Inge antwortet auf meine Frage und erklärt mir, dass der Heinz ja nun doch wieder rauchen wollte und alleine nicht rauchen wäre ja auch doof. Schließlich ist man ja ein Paar.
Ich dachte mir so meinen Teil und verdrehte innerlich die Augen. Was denn die sportlichen Aktivitäten machen, fragte ich.
Weder er noch sie sahen mir gestählt oder sportlich aktiviert aus. Gelbe Finge, gelbe Zähne, feinherber Nikotingerauch – also wie immer.

„Ach das“, winkte Inge ab „hat ja nix gebracht“.
„Drei Wochen lang war ich 3 x in der Woche im Schwimmbad“, so Heinz, „und nix als alte Leute! Ne, das bringt nix“
Was hat der Schwabbel erwartet? Pamela Anderson am 5-Meter-Brett? Verstehe, das bringt es nicht.
Und Inges Laufbandtraining brachte auch nix. Kein Gramm hat sie abgenommen und als Heinz dann auch nicht mehr schwimmen wollte, ist auch ihre Inaktivität wieder legal.

Sowas nenne ich solidarisch. Raucht er nicht mehr, raucht sie auch nicht mehr. Treibt er Sport, tut sie es auch, springt er ins Wasser, tut sie es auch?
Die Frage, ob Inge und ich uns denn mal treffen wollen, so ganz ohne Heinz und Schatz, brauche ich gar nicht zu stellen.
Sobald Heinz nämlich auf „Kegeltour“ oder sonstwo weilt, ruft sie ohnehin an. Dann darf sie nämlich. Heinz darf ja auch.

September 29, 2008

Mein Pinsel ist der Beste..

Filed under: Urlaub — Beatrix Gutmann @ 11:18 am
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Es ist doch immer wieder eine wunderbare Erfahrung im Ausland zu verweilen und Landsleute zu beobachten – zwangsläufig.

So haben wir uns dieses Mal zu einem ganz verächtlichen Pauschalurlaub entschlossen und sind somit täglich in den Genuß gekommen, die Eigen- und Gepflogenheiten der Deutschen in Augenschein zu nehmen.

Hoch im Kurs stehen T-Shirts, die mehr oder weniger witzige, sinnige oder ernsthafte Aussagen tragen.
„Mein Pinsel ist der Beste“ bewirbt sich der ca. 70jährige Kettenraucher mit dem misanthropischen Gesichtsausdruck.

Darunter ein Pinsel und der Name eines Malerbetriebes. Witzig? Naja, ich weiß nicht – wahrscheinlich war er der Malermeister im Ruhestand und wollte seine Umwelt quälen – so wie er jahrzehntelang den Pinsel gequält hat. Ist ihm gelungen.

13.09.2008 – TODAY is my day und darüber die Umrisse der Insel.

„Heute saufen wir mal so richtig einen“, säuselte der angesoffene Typ an der Strandbar, dem Keeper ins Ohr. Der nickt nur freundlich und freut sich über den Umsatz. Warum ausgerechnet dieser Samstag sein Tag war, konnte ich nicht herausfinden. Einige andere Spacken mit den gleichen Shirts torkelten ebenfalls mit den geschmacklosen Shirts in der Nähe der Strandbar herum. Also DER Tag für eine ganze Horde. Vielleicht mal ein ganz normaler „Herrentag“.

Warum zum Teufel kleiden sich Deutsche im Urlaub sowas von teutonisch, dass es mir peinlich ist?
Treckingsandalen, halblange, viel zu enge Buxen, verschlissene, billige, unpassende Shirts! Männer! Das ist peinlich und lässt die Italiener doch milde lächeln. IHR bestätigt das Bild vom hässlichen Deutschen.

Und die Mädels? Auch nicht besser! Ebenfalls sehr gern getragen: Knielange, beige Hosen und die unvermeidlichen KiK Shirts verursachen Brechreiz und Augenkrebs. Wenigstens farblich dürfte es ein wenig abgestimmt sein.

Warum ist der Partnerlook so beliebt bei Deutschen – BITTE NICHT! Die gleiche Sommerjacke, das gleiche Shirt oder sogar die gleiche Hose sind einfach nicht TRAGBAR – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Italiener dagegen: Immer „bella figura“ muss man ja einfach neidlos zugeben.

Noch eine Unart von Pauschaltouristen (egal welcher Nationalität:

Das Buffet muss abgegrast werden.

Erst mal abchecken was es so gibt. Es gab einen Kerl, der zuallererst ans Fleisch hechtete und schaute, was seinen Teller verzieren kann – frei nach dem Motto: Fleisch ist mein Gemüse.

Manchmal wurde er enttäuscht – dann gab es nur Fisch. Fassungs- und hilflos stand er minutenlang vor dem Buffett, suchte verzweifelt nach einem Verantwortlichen um sich schließlich und letztendlich mit Nudeln und FLEISCHsalat über Wasser zu halten.
Das war auch der, der morgens ein Spiegelei mit Bacon bekam. Aber auch nur, weil er und seine Olle Stammgäste im Hotel sind – Schwaben eben!

„Reservado“ stand auf einem karierten Blatt mit zittriger Handschrift beschriftet.

Der Ecktisch wurde von einem älteren Ehepaar (DEUTSCHE) morgens und abends okkupiert. Nicht, dass noch zig andere Tische frei waren, aber es musste DER sein.

So marschierten sie, immer zu gleichen Zeit, auf ihren Tisch zu um sich, immer in gleicher Konstellation den lukullischen Vergnügen hinzugeben.

Mehr als einmal hat es mich in den Fingern gejuckt, entweder das Schild zu klauen oder den Tisch zu besetzen.

Aber das macht man ja nicht…

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